Diesel vs. Benziner

Sie als Autobesitzer standen sicherlich auch schon einmal vor der Frage, ob sie nun lieber einen Diesel oder einen Benziner kaufen sollten. Damit diese Entscheidung beim nächsten Mal leichter fällt, haben wir für Sie nachgeforscht.

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Diesel

Der Diesel ist seit vielen Jahren der Renner in der Automobilbranche Europas. Auch die Deutschen mögen die Spritsparer sehr. Mit Vorteilen wie dem selbstzündenden Motor ist das nachvollziehbar. Doch es ist nicht alles Gold was glänzt, auch Dieselfahrzeuge haben Nachteile.

Vorteile:

  • Preisvorteile bei Spritkosten
  • Geringerer Kraftstoffverbrauch, da Selbstzünder
  • Dieselmotoren sind robuster, höhere Laufleistung
  • Motoren laufen bei guter Pflege und entsprechenden Fahrverhalten mehrere 100.000 km problemlos
  • Lohnenswert ab Laufleistung von 50.000 km im Jahr
  • Ideal für Langstrecken (Motoren mit höherer Laufleistung, geringer Verbrauch, Kraftstoff preiswert)
  • Niedrigeres Verdichtungsverhältnis

Nachteile:

  • Höherer Anschaffungspreis (etwa 2000-3000 Euro mehr als bei höher Benziner)
  • Teure Steuer und Versicherung
  • Mit Laufleistung unter 20.000 km im Jahr insgesamt teurer als Benziner
  • Hoher Verschleiß am Motor bei Kurzstrecken (weil Motor permanent kalt gefahren wird)
  • Motorentwicklung stagniert
  • Herstellung doppelt so teuer wie Benziner
  • Zukünftige Extrakosten: Abgasreinigung, Partikelfilter
  • Steigende Anschaffungskosten

Ein Fahrzeug mit Dieselmotor empfiehlt sich für Autofahrer, die regelmäßig Langstrecken fahren. So können sie die längere Laufzeit vollkommen ausnutzen und somit den höheren Anschaffungspreis ausgleichen. Ab einer Laufleistung von 50.000 km im Jahr kann man von einem Vorteil gegenüber einem Benziner sprechen. Durch die geringen Betriebskosten fallen die höheren Kosten für die Kraftfahrzeugversicherung und die Kfz-Steuer nicht zu sehr ins Gewicht.
Wenn sie hauptsächlich Kurzstrecken zu bewältigen haben, sollten Sie lieber die Finger von einem Dieselfahrzeug lassen. Der Motor schafft es in dieser kurzen Zeit nicht warm zu werden und der Verschleiß des Motors nimmt somit drastisch zu.
Ein weiteres Problem ist die Stagnation der Motorenentwicklung. Die Forschung wurde hauptsächlich auf da Antriebsprinzip ausgelegt und somit scheint die Entwicklung ausgereizt.
Ein weiterer Fortschritt in Sachen Motor ist also nur noch bedingt möglich. Zudem ist die Herstellung des Diesels doppelt so teuer, wie die eines Benziners. Gründe dafür liegen in dem, für einen Diesel typisch, höheren Drucks in den Zylindern. Dadurch müssen die meisten Teile wesentlich stabiler gebaut werden. Ebenfalls kostenintensiv ist die Einspritzanlage, welche mit etwa 2000 bar arbeitet. Der zusätzlich einzubauenden Partikelfilter verursacht zudem noch einen Verbrauchsnachteil von drei bis acht Prozent.

Fahren Sie regelmäßig lange Strecken und müssen beim Kauf nicht jeden Cent dreimal umdrehen und wissen, dass Sie Ihr Auto eine lange Zeit über fahren, greifen Sie beim Diesel zu. Für Stadtfahrer, denen der höhere Spritpreis nichts ausmacht rentiert sich ein Dieselfahrzeug nicht.

Benziner

Vorteile:

  • Günstige Steuer und Versicherung
  • Ideal für Kurzstrecken
  • Motoren ständig verbessert und weiterentwickelt
  • Laufleistung weniger als 20.000 km im Jahr günstiger als Diesel
  • Anschaffungskosten niedriger
  • In Herstellung günstiger
  • Viel Potential nach Oben
  • Zusatzsysteme meist enthalten (bei Diesel nicht)
  • Geringerer Schadstoffausstoß
  • Geringere Lärmbelästigung

Nachteile:

  • Preisnachteil bei Spritkosten
  • Höherer Kraftstoffverbrauch
  • Langstrecken verbrauchen viel Benzin

Für alle Stadtfahrer ist ein Fahrzeug mit Benzinmotor ideal. Die Anschaffungskosten sind geringer, als beim Diesel und auch bei Steuer und Versicherung kann gespart werden. Die Entwicklung des Motors ist noch nicht so fortgeschritten wie beim Diesel, also ist noch viel Potential in Sachen Motorentwicklung offen. Die beim Diesel fehlenden Zusatzsysteme sind bei einem Benziner häufig im Inventar inclusive. Zudem ist die Herstellung günstiger, was sich dann auch auf den Preis positiv auswirkt. Fahren sie jedoch deutlich mehr als 20.000 km im Jahr, sollten Sie aufgrund der höheren Spritkosten vielleicht doch lieber über einen Diesel nachdenken.

Quelle Bild Auto finden: © Trueffelpix Fotolia.com